- Motorradschüler/innen, die schon den Pkw-Führerschein besitzen (alter Führerschein Kl. 3 oder neuer Kl. B), und diesen auf Klasse A erweitern wollen, müssen insgesamt 10 Doppelstunden Theorie zu 90 Minuten besuchen.
Davon
- 6 Doppelstunden allgemeiner Grundstoff
- 4 Doppelstunden Zusatzstoff Motorrad-Theorie.
- Motorradschüler/innen, die gleichzeitig die Führerscheine Kl. B und A machen (Doppelklasse), müssen insgesamt 18 Doppelstunden Theorie zu 90 Minuten besuchen. Davon- 12 Doppelstunden allgemeiner Grundstoff
- 2 Doppelstunden Zusatzstoff Pkw-Theorie und
- 4 Doppelstunden Zusatzstoff Motorrad-Theorie.
- Motorradschüler/innen, die, ohne einen Führerschein zu besitzen, gleich in die Klasse A einsteigen wollen, müssen insgesamt 16 Doppelstunden Theorie zu 90 Minuten besuchen.Davon:
- 12 Doppelstunden allgemeiner Grundstoff
- 4 Doppelstunden Zusatzstoff Motorrad-Theorie.
Praktische Ausbildung: Die Ausbildung umfasst wie im Pkw-Bereich eine Grundausbildung und besondere Ausbildungsfahrten (Sonderfahrten). Die Sonderfahrten beinhalten 3 x 45 Min. Nachtfahrt, 4 x 45 Min. Autobahnfahrt und 5 x 45 Min. Überlandfahrt. Schutzkleidung und Helm: Wir können Helme, Handschuhe, Nierengurte, Regenkleidung und Jacken zur Verfügung stellen. Jedoch ist es sinnvoll, sich damit selbst zu versorgen, da die Sachen dann einfach besser passen. Sie sollten auf jeden Fall feste Stiefel, die die Knöchel bedecken, und feste Hosen mitbringen
Mitfahren - selbständiges Fahren: Im Gegensatz zur Pkw-Ausbildung, wo der Fahrlehrer immer im Auto neben Ihnen sitzt, lernen Sie bei der Motorradausbildung das selbständige Fahren. Das hat Vor- und Nachteile: Vorteile sind, dass Sie die Beherrschung der Maschine, der Verkehrsregeln und der Gefahren wirklich ernst nehmen müssen. Nachteile: Wenn beim selbständigen Fahren etwas schief geht, dann kann auch Ihr Fahrlehrer ihnen kaum noch helfen. Denn er fährt getrennt von Ihnen mit, auf dem eigenen Motorrad oder Pkw. Nur über Funk und über Sichtkontakt sind Sie mit ihm verbunden.
Grundfahraufgaben: Zu Beginn der Ausbildung fährt der Fahrlehrer mit Ihnen auf dem Motorrad zu einem geeigneten Übungsplatz. Da die meisten unserer Motorrad-Fahrschüler/innen schon einen Führerschein haben und damit einige Verkehrserfahrung mitbringen, üben wir bei der Grundausbildung vor allem die Grundfahrübungen für Motorradfahrer. Sie dienen, laut Prüfungsrichtlinie, "dem Nachweis, dass der Bewerber das Kraftrad selbständig handhaben kann, die Grundbegriffe der Fahrphysik kennt und sie richtig anwenden kann (Fahrzeugbeherrschung)."
Folgende Grundfahraufgaben sind zu üben und in der Prüfung zu beherrschen (Kl. A):
1. Fahren eines Slaloms mit Schrittgeschwindigkeit 2. Stop and Go 3. Kreisfahrt (4,5 m Halbmesser) 4. Abbremsen aus ca. 50 km/h mit höchstmöglicher Verzögerung 5. Langer Slalom mit ca. 30 km/h ( 4 x 9 und 2 x 7 m) 6. Slalom mit ca. 30 km/h (4 x 7 m) 7. Ausweichen nach Abbremsen 8. Ausweichen ohne Abbremsen
Die Sonderfahrten: Sie dürfen die Sonderfahrten erst dann fahren, wenn Sie die Grundfahraufgaben gut beherrschen und das Motorrad im Verkehr sicher führen können. Sie sollten sich aber immer klar machen, dass Motorrad fahren zwar viel Freude macht, andererseits aber ein Motorrad viel schwerer zu beherrschen ist als z.B. ein Auto.
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